„Vorbeugen ist besser als Heilen“

 

Bern: 13. Oktober 2015

Die internationale Gemeinschaft unternimmt zu wenig, um Gewaltkonflikten vorzubeugen. Alle Staaten müssten mehr dafür tun, forderte der Generaldirektor der Vereinten Nationen in Genf, Michael Møller, an der Jahreskonferenz von swisspeace am Dienstag in Bern. Für den Präsidenten von swisspeace, Jakob Kellenberger, sollte die schwierige Suche nach Friedenslösungen einen zusätzlichen Ansporn bilden, die Prävention zu verstärken. swisspeace habe die Fähigkeit, solche Beiträge zu leisten und werde diese künftig verstärken. An der Konferenz nahmen über 200 Personen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft teil.

 

In seiner Ansprache unterstrich Michael Møller die Bedeutung von Vertrauen auf allen Ebenen für die Förderung des Friedens. Wenn von der lokalen bis zur internationalen Ebene das Vertrauen fehle, gebe es für die besten Programme und Ideen keine Grundlage. Die Bildung von Vertrauen sei jedoch nicht nur Aufgabe der Vereinten Nationen und der Staaten, sondern auch NGOs und andere zivilgesellschaftliche Akteure könnten dazu beitragen. Jakob Kellenberger betonte, dass es swisspeace in seiner Arbeit nicht darum gehe, die eigenen Projekte durch lokale Partner umsetzen zu lassen. Vielmehr sollten lokale Akteure in ihren Bestrebungen zur Vermeidung von Konflikten und zur Friedensförderung unterstützt werden.

Noch in diesem Jahr wollen die Vereinten Nationen über eine Reform ihrer Friedenseinsätze befinden. Als Vorbereitung wurden zwei Expertenberichte erstellt. In der Schweiz wird das Parlament nächstes Jahr im Rahmen der Botschaft des Bundesrates zur internationalen Zusammenarbeit 2017-2020 über die künftige Ausrichtung der Friedensförderung entscheiden.

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