DCAF Tagebau.MG VaughAn / Creative Commons

Mit Unterstützung der Abteilung Menschliche Sicherheit des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten setzen das Genfer Zentrum für die demokratische Kontrolle der Streitkräfte (DCAF) und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) das gemeinsame Projekt „Ansätze zu Fragen der Sicherheit und Menschenrechte in komplexen Kontexten“ um. Ziel des Projektes ist es, in komplexen Umgebungen tätige Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Sicherheitsansätze menschenrechtskonform zu gestalten.

Zu diesem Zweck haben DCAF und das IKRK sowohl eine Internetplattform („Security and Human Rights Knowledge Hub“) als auch ein Toolkit entwickelt. Auf dem „Knowledge Hub“ können Unternehmen und andere Interessengruppen relevante Leitliniendokumente, Fallstudien und Instrumente zu Sicherheits- und Menschenrechtsfragen in Krisengebieten finden. Das Toolkit bietet hingegen Beispiele von Sicherheitskonzepten, die sich in der Praxis bewährt haben, sowie Lösungsansätze und Empfehlungen für konkrete sicherheitspolitische und menschenrechtliche Herausforderungen an, mit denen sich Unternehmen in komplexen Umgebungen konfrontiert sehen.

Des Weiteren fördern DCAF und das IKRK die Umsetzung von Normen und praktischen Lösungsansätzen auf nationaler Ebene. Das Projekt entwickelt zum Beispiel momentan einen Grundlagenkurs zu Menschenrechten und Konfliktmanagement für Polizeibeamte in Kenia, die zur Überwachung von Öl- und Gasfeldern eingesetzt werden. Die beiden Organisationen stärken ebenfalls landesspezifische Umsetzungsstrukturen, wie etwa in Peru, wo sie nationale Arbeitsgruppen zu den „Freiwilligen Grundsätzen für Sicherheit und Menschenrechte“ aufbauen und unterstützen. Schliesslich fördert das Projekt in der Demokratischen Republik Kongo Akteure aus Staat, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft bei der Diskussion und Erarbeitung von nationalen Umsetzungsprioritäten, in enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Botschaft und einer bestehenden Arbeitsgruppe zu den freiwilligen Grundsätzen.