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BaselPeaceForum TeilnehmerInnen am ersten Panel des Basel Peace Forum. Gabriel Hill

Basel Peace Forum denkt Frieden neu

Trotz zahlreicher internationaler Anstrengungen stellen Rückschläge frühere Erfolge der Friedensförderung in Frage. Das Basel Peace Forum hat sich zum Ziel gesetzt, den Frieden neu zu denken. Rund 120 EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Diplomatie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft trafen sich am 15. und 16. Januar 2017 zur ersten Ausgabe, um neue Ideen für den Frieden zu entwerfen.

Auf dem Programm standen zwei Paneldiskussionen mit illustren Gästen wie der syrischen Architektin Marwa Al-Sabouni, dem ehemaligen finnischen Minister für Internationale Entwicklung und aktuellen Präsident des European Institute for Peace, Pekka Haavisto, oder dem CEO der Ikea Stiftung, Per Heggenes. Des Weiteren fanden drei Workshops, die sich dem Verhältnis von Frieden zu Gesundheit, künstlicher Intelligenz und Risikoanalyse widmeten, statt.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass es sektorübergreifende Zusammenarbeit braucht, um neue Partnerschaften in der Friedensförderung aufzubauen. Zudem sollte sich Wirtschaft das Thema Frieden stärker aneignen. Nicht zuletzt wurde anerkannt, dass die technische Revolution und die künstliche Intelligenz zwar Chancen bieten, aber auch soziale Herausforderungen mit sich bringen. Ein Appell mit diesen drei Forderungen wurde an die internationalen EntscheidungsträgerInnen formuliert.

Das Basel Peace Forum 2017 wurde von swisspeace durchgeführt. Der Kanton Basel-Stadt, das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und private Personen trugen es finanziell mit. Das Basel Peace Forum soll regelmässig stattfinden und über die nächsten Jahre eine globale Bedeutung und Ausstrahlung erlangen.

OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft

Die OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft fand am 6. und 7. Dezember 2016 in Hamburg statt. Organisiert wurde sie von der Civic Solidarity Platform, einem im Rahmen der OSZE aktiven Netzwerk von NGOs, und schliesst die einjährige Arbeit zur Schlüsselrolle der Zivilgesellschaft im Kampf für den Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten ab.

Angesichts der Gewalt und dem zunehmenden Extremismus in weiten Bevölkerungskreisen spielt die Zivilgesellschaft für die Überwindung von Krisen und Konflikten eine entscheidende Rolle. Jedoch sind die realen Aussichten für viele OSZE-Länder, deren Zivilgesellschaft immer mehr an Handlungsspielraum einbüsst, düster.

An der OSZE-Parallelkonferenz der Zivilgesellschaft 2016 kamen über 120 TeilnehmerInnen zusammen, um Lösungen für die aktuellen Herausforderungen – die Krisen und die gewalttätigen Konflikte sowie beunruhigende Entwicklungen in der OSZE-Region – zu finden. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen wurden in zwei finalen Dokumenten zusammengefasst; darunter die Hamburger Erklärung (Hamburg Declaration), der vonseiten der deutschen Behörden, die 2016 den Vorsitz der OSZE innehatten, grosse Beachtung zuteil kam.