swisspeaceKurs Die Teilnehmenden des diesjährigen swisspeace CAS in ziviler Friedensförderung. swisspeace

Nachdiplomstudium in ziviler Friedensförderung

Welche Wirkung hat die Friedensförderung? Welche Herausforderungen stellen sich bei der Arbeit in fragilen Kontexten? Wie und mit welchen Folgen verändern sich Geschlechterrollen während eines Konfliktes? Wann und wie kann Mediationsarbeit Konflikte entschärfen? Wie können schwerste Menschenrechtsverletzungen und Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht verarbeitet werden? Wie kann aus einer „Kriegswirtschaft“ ein dem Frieden zuträgliches Wirtschaftssystem entstehen?

Diese Fragen stehen beim CAS in ziviler Friedensförderung Essentials im Fokus. Die berufsbegleitende Weiterbildung von swisspeace bringt Teilnehmende an 22 Kurstagen (monatlich jeweils Freitag/Samstag) auf den neusten Stand in ausgewählten Bereichen der zivilen Friedensförderung und bietet Schulung in praktischen Methoden. Er richtet sich an Berufstätige und AkademikerInnen, die sich für Friedensförderung und die Arbeit mit und in Konflikten interessieren und aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung mit Praxiserfahrung verbinden möchten.

Der CAS findet vom September 2017 bis August 2018 statt und ist ein Modul des Master of Advanced Studies (MAS) in ziviler Friedensförderung der Universität Basel und swisspeace.

Zu Gouvernanz, Kunst und Vergangenheitsbewältigung: Drei neue Publikationen von swisspeace

Gerne stellen wir Ihnen drei neue Publikationen von swisspeace vor. Im Januar wurde ein Bericht veröffentlicht, der lokale Gouvernanz in syrischen Oppositionsgebieten untersucht und die Wahrnehmung dieser in der Bevölkerung analysiert. Neben swisspeace waren Leila Hilal und die syrische zivilgesellschaftliche Organisation LACU (Local Administration Councils Unit) am Bericht beteiligt.

Des Weiteren hat swisspeace eine kritische Reflexion zu einem Rundtisch, der sich mit der Rolle von Kunst in der Friedensförderung beschäftigt, publiziert. Kunst, so das Fazit, könne in Kriegszeiten ein Gefühl von Normalität vermitteln und Raum für Reflektion und Austausch bieten. Dieses Potenzial von Kunst in der Friedensförderung gilt es in Zukunft stärker zu berücksichtigen.

Ein neues Working Paper von Melanie Altanian beschäftigt sich mit der Frage, wie mit Archiven im armenisch-türkischen Kontext umgegangen wird. Es zeigt, dass die Herausforderungen am Begriff „Wahrheit“ und damit auch an der Vergangenheitsbewältigung in diesem Kontext immens sind und liefert Vorschläge zur Verbesserung der Situation.