Zur Diskussion und Klärung offener Fragen trafen sich NGO-VertreterInnen am 18. Oktober im Progr in Bern. VertreterInnen der Schweizer Zivilgesellschaft diskutieren über ihre Rolle in der Umsetzung der Agenda 2030. Alliance Sud

Damit die Agenda 2030 nicht nur eine Vision bleibt und die Schweiz diese sinnvoll und wirksam umsetzt, braucht es eine umfassende Einbindung und ein starkes Engagement der Zivilgesellschaft. Dazu ist es erforderlich, den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus unterschiedlichen thematischen Bereichen und geografischen Regionen zu verstärken. Im Hinblick darauf luden Alliance Sud, die Schweizer Plattform für Friedensförderung KOFF, der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB und die Umweltallianz Vertreterinnen und Vertreter der Schweizer Zivilgesellschaft am 18. Oktober 2016 zu einer Konferenz zur Rolle der Zivilgesellschaft in der Umsetzung der Agenda 2030 ein.

Die 50 teilnehmenden Organisationen haben zuerst ein Mapping erstellt, um einen Überblick über die Aktivitäten der Organisationen zu den einzelnen Zielen der Agenda zu gewinnen. In einem zweiten Schritt wurde die Form der Zusammenarbeit diskutiert. Dabei wurde der Wunsch nach einer, ausgehend von bereits bestehenden Plattformen und Netzwerken, stärkeren Zusammenarbeit geäussert. Nicht zuletzt wurden auch Aufgabenbereiche identifiziert: Das gegenseitige Lernen und der Austausch zwischen den Organisationen, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und weiterer Akteure auf die Agenda 2030 sowie das Monitoring der Verwaltung bei deren Umsetzung stehen im Zentrum.

Mehrere Organisationen haben sich bereit erklärt, an der weiteren Entwicklung einer „Allianz der Allianzen“ mitzuwirken. An der nächsten zivilgesellschaftlichen Konferenz im Mai werden verschiedene Konzepte für die Gouvernanz dieser Plattform vorgestellt und deren Rechtsform sowie die wichtigsten Aktivitäten definiert.

Da Frieden durch das Ziel 16 zum ersten Mal Teil der Entwicklungsagenda wurde, macht KOFF an diesem Prozess mit. Dies bietet eine gute Gelegenheit, Frieden aus einer breiteren Perspektive zu betrachten und den Nexus zwischen Frieden und anderen Bereichen der Agenda zu stärken.